Weggehen in Darmstadt
Mehr als zehn Kneipen in zehn Minuten Fußweg, eine Hausbrauerei am Marktplatz und ein Club, den jeder Darmstädter Student kennt. Wo Du im ersten Semester abends hingehst und wofür Du doch nach Frankfurt fährst.
Darmstadt hat kein Nachtleben, heißt es gern. Das stimmt nur, wenn Du ein Nachtleben an der Zahl der Großraumclubs misst. Wer abends lieber mit ein paar Leuten an einem Tisch sitzt, ist hier richtig. Und weil in Darmstadt nichts weiter als 20 Minuten mit dem Rad entfernt ist, kommst Du von überall auch wieder auf unser Haus zurück.
Das Kneipenviereck im Martinsviertel
Direkt nördlich des Campus Stadtmitte liegt das Martinsviertel: Altbauten, Straßenkunst und sehr viele Studierende. Zwischen Heinheimer-, Dieburger-, Mauer- und Lauteschlägerstraße liegen mehr als zehn Kneipen und Cafés, alle in zehn Minuten zu Fuß erreichbar. Die TU nennt die Gegend selbst das magische Kneipenviereck.
Den Kessel in der Gutenbergstraße gibt es seit 1983. Sein Grundsatz: Herkunft, Alter und Geldbeutel spielen am Tresen keine Rolle. Im Hotzenplotz in der Mauerstraße gibt es Pizza und belegte Brote auch spät am Abend noch. Dort steht außerdem das Laternchen auf der Karte, eine Darmstädter Eigenheit aus Apfelwein und Kirschlikör, die Du außerhalb der Stadt kaum findest.

Bier aus der Stadt, Frühstück am Morgen danach
Darmstadt braut selbst. Die Brauerei Grohe in der Nieder-Ramstädter Straße schenkt im eigenen Haus aus, mit deftiger Küche dazu. Ihr Helles bekommst Du in vielen Kneipen der Stadt. Der Ratskeller am Marktplatz ist die einzige Hausbrauerei Darmstadts und an Heimspieltagen des SV Darmstadt 98 fest in der Hand der Lilien-Fans. Übrigens, dass Stadion am Böllenfalltor ist fußläufig von unserem Haus in der Osannstrasse.
Im Sommer zieht es viele in den Schlossgarten, einen Biergarten oben auf der Mauer des Residenzschlosses, in dem nur Studenten der TU arbeiten. Für den Vormittag danach gibt es das Café Chaos in der Mühlstraße. Das Frühstück dort ist der Grund, warum es in dieser Liste steht. Bargeld mitnehmen.
Eine Institution in Sachen Biergarten ist auch der Biergarten in der Dieburger Strasse.

Tanzen, Konzerte und Bessungen
Die Goldene Krone in der Schustergasse kennt jeder, der in Darmstadt studiert. Das Haus steht seit über 350 Jahren und vereint Kneipe, Rockbar, Disco und eine kleine Bühne, dazu Kicker und Billard. In die Kneipe kommst Du ohne Eintritt, für den Club zahlst Du je nach Abend. Konzerte von Jazz bis Pop gibt es in der Centralstation, einem Backsteinbau, der 1888 als erstes Elektrizitätswerk der Stadt entstand. Wer Mainstream und große Tanzflächen sucht, fährt zum Musikpark A5 am westlichen Stadtrand.
Unser Nibelungenhaus, in dem auch Mitglieder wohnen, liegt nah an Bessungen. Das Viertel im Süden hat sein eigenes Programm. Die Bessunger Knabenschule ist ein Kulturzentrum mit Konzerten und Partys, das Huckebein in der Heidelberger Straße gilt als ältester Club Darmstadts. Noch etwas weiter südlich, in Eberstadt, liegt das Antik Lokales: holzvertäfelte Räume, ein offener Kamin, ein Biergarten und Pizza mit dünnem, knusprigem Teig.
Zweimal im Jahr gehört die ganze Innenstadt den Feiernden: im Mai beim Schlossgrabenfest, dem größten Innenstadt-Open-Air Hessens, und im Juli beim Heinerfest mit rund 700.000 Besuchern.

Wofür Du nach Frankfurt fährst
Für große Clubnächte und die Technoszene ist Darmstadt zu klein. Wer das sucht, fährt nach Frankfurt, mit dem Regionalzug in rund 20 Minuten. Viele machen das ab und zu. Für alles andere reicht Darmstadt.
Die Kneipentour in der Erstiwoche
In der Woche vor Vorlesungsbeginn ziehen die Bewohner unseres Hauses mit Erstsemestern durch die Darmstädter Kneipen. Du lernst dabei die Stadt kennen und ein paar Leute, die schon länger hier sind.
Die nächste Kneipentour startet zu Beginn des Semesters. Wer mit will, meldet sich gerne.